GOLD – Einfache Theorie vs. schwerste Trading-Praxis!

Im Mittel der letzten 15 Handeljahre konnte der Goldpreis Anfang des Jahres mit einer Trefferquote von 80 Prozent deutlich zulegen. Diese eigentlich stark ausgeprägte Saisonalität trifft jedoch in 2021 bisher auf einen Bärenmarkt und ein Long-Trade wirft Fragen auf.


 

Der Goldpreis (GC-Future) im Tageschart und das Seasonal-Setup auf Basis von 15 Handelsjahren.
Der Goldpreis (GC-Future) im Tageschart und das Seasonal-Setup auf Basis von 15 Handelsjahren. Chartbild: Tradesignal GmbH.

Der Kurs hat sich eingekeilt und klebt regelrecht an der wichtigen 200-Tage-Linie – sehnt damit eine nachhaltige Richtungsentscheidung der Marktteilnehmer herbei. Für die Bullen spricht dabei eindeutig die saisonale Erwartung steigender Notierungen und auch das Marktprofil mit Effizienz gen Norden. Für die Bären dagegen die sinkenden Preise der letzten Wochen, entgegen dem statistisch positiven Marktumfeld. Nun stellt sich für Trader die Frage, zündet der Goldpreis noch eine Rally oder setzt sich die Erholung fort?

Ganz ehrlich, selbst unsere Kristallkugel weiß keine Antwort und nur ein Faktor begünstigt eine sehr spekulative Trading-Position: wie auch in einem Trend auf eine Bewegung stets die Korrektur folgt, so folgt meist auch auf ruhige Marktphasen hohe Volatilität, sodass bei einer Belebung der Kurse von einer relativ starken Bewegung auszugehen ist. Begrenzt man dagegen die Verluste eng, erhalten wir trotz relativ geringer Eintrittswahrscheinlichkeit unserer Annahme gen Norden oder Süden, ein sehr gutes Chance-Risiko-Verhältnis.


 

Der Goldpreis im 4-Stunden-Chart mit eng abgesicherter Long-Position. Quelle: MetaTrader 4 FIBO Group.

Für eine Long-Position bietet das jüngste Verlaufstief im Tages- oder 4-Stunden-Chart um 1.764 US-Dollar (XAU/USD Spot) eine enge Stop-Loss-Möglichkeit und somit eine Risiko-Begrenzung für spekulative Trader. Statistisch noch günstiger und mit relativer Stärke zu Gold verhält sich derzeit der Silberpreis.

Hinweis: Historische Betrachtungen stellen keine verläßlichen Indikatoren für zukünftige Entwicklungen dar. Unsere präferierten Szenarien und Einschätzungen sind durchaus fehlbar und stellen nur die, zum Zeitpunkt der Analyse aus unserer Sicht, wahrscheinlichste Entwicklungsmöglichkeit dar. Wir geben unsere Meinung nach bestem Wissen und Gewissen wieder, können die Entwicklung des Basiswerts jedoch nie mit Sicherheit und im Voraus erahnen. Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse investiert.