BaFin, CySec & FCA: CFD- und FOREX-Broker im Fokus der Aufsichtsbehörden

Die zypriotische Finanzaufsicht scheint einen Stein ins Rollen gebracht zu haben: nachdem die „kleine“ CySec vorgelegt hat, folgen die britische FCA und sogleich die deutsche BaFin mit verschärften Regulierungsvorhaben für die Trading-Industrie.


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Zypern als Vorreiter in Sachen Trader-Schutz?

Zypern genießt bisher den Ruf mangelhafter staatlicher Finanzmarktregulierung und zieht daher viele Brokerhäuser an. Dennoch engagiert sich gerade die Aufsichtsbehörde der kleinen Mittelmeerinsel besonders für die Verbesserung der Transparenz und den Schutz der Verbraucher, also der Trader. Neben dem Verbot von Bonuszahlungen wird der Hebel auf 1:50 begrenzt – viele Kunden handeln derzeit auf Standardkonten mit einem Leverage von 1:400 (!).

UK-Broker sollen Kunden-Statistiken vorlegen

Nur wenige Tage später meldet sich die britische Finanzaufsicht FCA in einem Brief an die Brokerhäuser auf der Insel – mit ähnlichem Wortlaut. Die Planungen sehen den besonderen Schutz von Trading-Neulingen mit einem maximalen Hebel von 1:25 vor – erfahrene Händler sollen eine Obergrenze von 1:50 erhalten. Zudem sollen FCA-regulierte Broker Gewinn- und Verlust-Statistiken über die eigenen Kunden veröffentlichen. Die genannten Maßnahmen sind noch nicht verbindlich terminiert – die Broker haben zudem die Möglichkeit, sich schriftlich zu den Planungen der Aufsicht zu äußern.

BaFin zielt auf Abschaffung der Nachschusspflicht ab

Auch die deutsche Finanzdienstleistungsaufsicht BaFin reagiert in einem Schreiben und will die Verbraucher mit der Abschaffung der Nachschusspflicht besser schützen. Zudem soll es Vermarktungsverbote für Broker geben, welche die Regularien nicht erfüllen.

Fazit

Die jüngsten Ereignisse zeigen, dass Zypern gegen seinen schlechten Ruf kämpft und die Regulierungsbehörden durch Black-Swan-Events wie den Kurssturz im Schweizer Franken sensibilisiert sind. Wir begrüßen alle genannten Maßnahmen ausdrücklich und freuen uns über eine Professionalisierung der Trading-Industrie zugunsten der Kunden. Ein guter Trader braucht weder einen hohen Hebel noch einen fraglichen Bonus für eine Kontoeröffnung. In Deutschland gibt es über 127.000 Händler und nur maximal 75 Prozent davon sind profitabel. Investieren Sie zunächst in Ihre Ausbildung und nutzen Sie unsere gesammelten Erfahrungen zum Thema Brokerage.


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