Trading – Der richtige Umgang mit Verlusten

Die aktuelle Marktsituation stellt für viele Trader ein Problem dar. Fehlsignale bei geringen Tagesschwankungen und eine Seitwärtsspanne von über zehn Handelstagen im deutschen Leitindex DAX können an den Nerven und Depots aktiver Anleger zehren. Der professionelle Umgang mit solchen Verlusten hilft, derartige Drawdown-Phasen entspannt zu überstehen.

Auch Profis erleiden Drawdowns

Auch unsere Handelsstrategien leiden zum Teil unter der fehlenden Dynamik am Aktienmarkt. Gerade trendfolgende Ansätze wie der DAX End-of-Day 1.0 benötigen Kursbewegungen für Gewinne. Wie Sie in Bild 1 sehen können, fällt die Equity zuletzt deutlich vom neu erreichten Hoch zurück. Doch anders als viele private Trader wissen wir, dass diese Entwicklung vollkommen normal und „im Rahmen“ ist.

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B1) Zeigt die Equity im Handelssystem DAX End-of-Day 1.0 im Vergleich mit dem Benchmark (FDAX, grün).

Der richtige Umgang mit Verlusten

Um diese Verluste jedoch korrekt einschätzen zu können ist es unbedingt notwendig das historische Verhalten der Equity zu kennen. Wenn wir auf die blaue Linie in Bild 1 blicken erkennen wir sofort, dass die aktuelle Verlustphase vollkommen normal einzuordnen ist. Damit können wir diese Strategie beruhigt weiterhandeln. Erst Werte außerhalb der historischen Extrema sollten zu einer erweiterten Überprüfung der Rahmenbedingungen anhalten.

Verluste sind normal und planbar

Mithilfe der Statistik und historischer Erwartungswerte können wir Verluste im Voraus einplanen. In unserem Trendfolge-Ansatz für den DAX wird bei einem Vergleich mit dem Benchmark (grün) schnell klar, dass diese Strategie immer dann auf Probleme trifft, wenn der Markt in einen Trendwechsel oder eine Findungsphase übergeht. Sobald der Kurs jedoch wieder eine Richtung gefunden hat, stabilisiert sich auch die Equity und führt in der Regel auf neue Hochs im Konto.

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B2) Zeigt uns die Bereiche im Verlauf des DAX an, in denen unsere Trendfolge-Strategie Verluste erleidet.

Durchalten und die Trendwende nicht verpassen

Solange sich Ihre Strategie im Rahmen bewegt sollten Sie auch daran festhalten, um den Wendepunkt nicht zu verpassen. In Bild 3 sehen wir ein 1.000-€-Depot. Während zuerst Gewinne erwirtschaftet wurden, fällt das Depot im späteren Verlauf um 50 Prozent zurück – um daraufhin wieder in die Gewinnzone zu laufen. Viele Trader verlieren in der „schlechten“ Phase die Nerven und verpassen dann die „Gute“.

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B3) Zeigt den Kontoverlauf einer realen, statistischen Handelsstrategie.

Fazit

Nutzen Sie natürliche Drawdown-Phasen zum Einstieg in Handelssysteme und untersuchen Sie Verluststrecken auf „Normalität“. Nur so können Sie diese entspannt überstehen um dann auch die gewinnbringenden Strecken aktiv zu handeln.