Kurslücken und der Mythos „Gap-Close“

Springt ein Börsenpreis von einem Kursniveau zu einem Nächsten, ohne die dazwischenliegenden Kurse abzuhandeln sprechen wir von einer Kurslücke oder einem sogenannten „Gap“ (englisch). Oftmals entstehen solche Lücken über Nacht oder am Wochenende, wenn die Märkte geschlossen sind – auch „Overnight-Gap“ genannt. Vereinzelt können Kurslücken jedoch auch im Tagesgeschehen und vor allem in illiquiden Basiswerten entstehen – zum Beispiel bei der Veröffentlichung von wichtigen Nachrichten.

gap1

Bild 1 zeigt den DAX im Stundenchart mit den eingezeichneten Kurslücken.

gap2

Bild 2 zeigt den DAX im 5-Minuten-Chart mit einer Übernacht-Kurslücke zur Handelseröffnung.

Der Mythos „Gap-Close“

Es gibt viele Anhänger sogenannter „Gap-Close-Theorien“ in denen man davon ausgeht, dass Kurslücken zu einer erhöhten Wahrscheinlichkeit geschlossen werden. Leider fehlen zur Vielzahl der Verfechter dieser Ansätze valide Untersuchungen sodass wir den Mythos „Gap-Close“ selbst untersucht haben. Hierbei gilt zu beachten, dass die Ergebnisse je nach Markt und Zeitebene variieren können und jeder Basiswert einzeln betrachtet werden sollten.

Wie Sie selbst derartige, wissenschaftliche Untersuchungen durchführen können zeigen wir in unserem Video:

Haben Sie Interesse am Umgang mit Zahlen und Datenreihen?

Unser Webinar „Einstieg und Grundlagen in Excel für Trader“ führt Sie in diese hochinteressante Materie ein.

 

gap3

Bild 3 zeigt bis zum heutigen Tage nicht geschlossene Kurslücken im DAX-Tageschart.