Index-Trading-Strategien – So handeln Sie den Monatswechsel profitabel!

Saisonale Untersuchungen zeigen klar, dass Aktienindizes wie der US-Leitindex S&P 500 den Großteil ihrer Performance regelmäßig um den Monatswechsel herum  generieren. Mit einer einfachen Handelsstrategie nutzen wir diesen statistischen Vorteil und handeln den Übergang vom August in den September gemeinsam in einem Echtgeld-Konto.

Grundlagen Saisonalitäten

Saisonalitäten in den Finanzmärkten sind jahreszeitlich bedingte Bewegungen der Preise oder Volatilitäten. Diese können Folge natürlicher Prozesse wie zum Beispiel Erntephasen oder Heizperioden bei Rohstoffen oder kalendarische Phänomene wie regelmäßige Gewinnausschüttungen im Bereich der Aktien sein. Die Vielzahl der Einflussfaktoren lässt sowohl eine langfristige Betrachtung von Kursverläufen, als auch kurzfristige Intraday-Berechnungen, zu. Gibt es wirklich eine Jahresendrally im DAX? Um das herauszufinden betrachten wir historische Jahresverläufe und bilden daraus einen Mittelwert – also eine typische, durchschnittliche Entwicklung. Visualisiert man diese Berechnungen dann mit Hilfe eines Chartbilds lassen sich allgemeine Annahmen, wie die einer jährlichen Weihnachtsrally oder das alte Börsensprichwort „sell in May an go away“ überprüfen. Aber auch neue und bisher unbekannte saisonale Muster lassen sich so aufspüren und in die allgemeine Analyse integrieren. Wie jeder Trading-Ansatz sind auch jahreszeitliche Muster nicht frei von Fehlern. Sogenannte „Ausreißerjahre“ kommen regelmäßig vor. Wir empfehlen daher, sich nicht rein nach den typischen Verläufen zu richten, sondern dieses Wissen mit anderen Methoden der Technischen Analyse zu kombinieren, umso eine fundierte Meinung zu bilden.

Strategie „Der beste Handelstag“

Die Handelstage im S&P 500.

Quelle: Seasonax.com.

Saisonale Untersuchungen des US-Leitindex S&P 500 zeigen, dass der Dienstag regelmäßig ein sehr bullischer, der Freitag hingegen ein durchschnittlich bärischer Handelstag, ist. Berechnet man die wöchentliche Performance des S&P 500 seit der Jahrhundertwende, so erreicht der Index einen mittleren Zuwachs von knapp drei Prozent. Statistisch positiv fallen dabei die beiden Wochentage Dienstag und Donnerstag auf, wogegen der Freitag regelmäßig zum Abverkauf genutzt wird.

Quelle: Seasonax.com.

Ein Fazit für das Trading könnte nun sein, Montagabend oder Dienstagfrüh im S&P 500 Long zu gehen und diese Position bis zum Donnerstagabend zu halten, um sodann in einen Short-Trade bis zum Handelsschluss am Freitagabend zu wechseln. Kombinieren lässt sich diese Strategie ggf. mit einem Trendfilter-EMA.

Strategie „Monatswechsel“

Langfristige statistische Untersuchungen seit dem Jahr 1928 zeigen fulminant, dass die Performance im US-Leitindex S&P 500 nahezu ausschließlich um den Monatswechsel herum generiert wird. Mit einigen wenigen Trades kann man die Benchmark so deutlich schlagen und eine einfache Handelsstrategie anwenden. Die blaue Indikation zeigt die Entwicklung des S&P 500 zwischen dem 26. eines Monats und dem 5. des Folgemonats. Die rote „Kurve“ ähnelt der X-Achse und zeigt die Kursentwicklung zwischen dem 6. und dem 25. Tag im Handelsmonat auf. Klar zu erkennen ist eine massive „outperformance“ des Monatswechsels, im Vergleich mit dem Handel dazwischen. Der „Turn-of-the-month“ genannte Effekt erreicht durchschnittlich rund 7,6 Prozent Zuwachs, wohingegen die übrige Zeit langfristig rund 1,9 Prozent Verluste generierte. Fundamental wird dieses für Trader interessante Phänomen mit regelmäßigen Geldflüssen, wie zum Beispiel Gehaltszahlungen, zum Monatswechsel begründet.

Der Turn-of-the-month-Effekt.

Quelle: Seasonax.com.

Von dieser einfachen, saisonalen Beobachtung können wir klare Einstiegsregeln für unser Handelssystem ableiten.

  • Der Long-Einstieg im S&P 500 erfolgt am Vormittag des 26. Tages im Monat
  • Der Ausstieg erfolgt am Abend des 5. Tages im Folgemonat
  • Als Stop-Loss bietet sich eine mindestens 3-fache, besser 4-fache ATR (14) an
  • Optimieren lässt sich das Handelssystem mit einem Trendfilter-EMA (200)
  • Das Risiko ist auf max. 2 Prozent in Abhängigkeit von der Depotgrößte pro Position zu begrenzen.
  • Hilfsskripte für den MT4 nutzen!
  • Die Position wird während der Laufzeit nicht verändert.
  • Ein- und Ausstiege können mit einer fachlichen Unschärfe je nach zeitlicher Verfügbarkeit abgeändert werden (keine echte Auswirkung auf die Performance).
  • Das Handelssystem eignet sich damit hervorragend für Feierabendtrader und Berufstätige.

Live-Trade bei QTrade.

Quelle: QTrade MetaTrader 4 mit aktuellem Einstieg, Stop-Loss und ATR.

Setzt man das Handelssystem beim Broker QTrade in einem future-basierten CFD um, beträgt das derzeitige Risiko rund 40 Euro pro Microlot.


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Hinweis: Historische Betrachtungen stellen keine verläßlichen Indikatoren für zukünftige Entwicklungen dar. Unsere präferierten Szenarien und Einschätzungen sind durchaus fehlbar und stellen nur die, zum Zeitpunkt der Analyse aus unserer Sicht, wahrscheinlichste Entwicklungsmöglichkeit dar. Wir geben unsere Meinung nach bestem Wissen und Gewissen wieder, können die Entwicklung des Basiswerts jedoch nie mit Sicherheit und im Voraus erahnen. Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse investiert.