Im Interview: So erreicht dieser DAX & Forex-Echtgeld-Trader über 150% Performance in 2017!

Die Zahlen sprechen für sich: mit über 600 abgeschlossenen Trades erreicht der Händler hinter dem PAMM-Account „PipCollectorGermany“ derzeit mehr als 150 Prozent Echtgeld-Rendite im laufenden Handelsjahr 2017. Seine Trefferquote liegt damit bei rund 78 Prozent und die bisher realisierte Kapitalkurve kann sich bei geringen Drawdowns mit den besten Forex-Tradern der Welt messen lassen. Wir wollen hinter die Kulissen dieser vielversprechenden Zahlen blicken und im Interview mit Eric wissen, ob wir auch in Zukunft weitere Kursgewinne und nachhaltig stabile Zuwächse auf derart hohem Niveau erwarten dürfen.




Redaktion: Hallo Eric, Dein PAMM-Account „PipCollectorGermany“ erregt derzeit großes Aufsehen in der Welt der Forex-Trader. Hast Du einen zufälligen Lauf oder steckt Strategie dahinter?

Eric W.: Erstmal vielen Dank für die freundliche Einladung und die Gelegenheit, mal etwas aus dem Nähkästchen plaudern und ein paar Einblicke in den PAMM „PipCollectorGermany“ geben zu dürfen. Ganz ehrlich: wenn ich mir die Erfolgskurve des PAMM´s über die letzten Monate anschauen würde, ohne mich selbst zu kennen, dann wäre ich selbst sehr misstrauisch und würde denken, dass es da unmöglich „mit rechten Dingen“ zugehen kann. Ich bin allerdings ganz und gar kein Zocker und die Erfolge basieren tatsächlich auf einer konsequenten Strategie. Ich möchte auch nicht abstreiten, dass die Überperformance, speziell im Mai (> 25 Prozent Equityzuwachs) und Juni (bisher > 30 Prozent Equityzuwachs), durchaus auch glücklichen Umständen bzw. Marktsituationen zu verdanken ist. Aber machen wir uns nichts vor: derart konstante Gewinne seit dem Start des PAMMs im Januar sind ohne eine erfolgreiche Strategie dahinter gar nicht machbar.



Redaktion: Vielleicht kannst Du uns noch etwas mehr zu deinem Handelsstil verraten. Womit kombinierst Du die klassische Technische Analyse und wie findest Du konkrete Einstiege?

Eric W.: Sehr gerne. Die Strategie basiert im Grunde auf Indikatoren, die wir alle kennen. Das sind Fibonaccis, horizontale Unterstützungen und Widerstände sowie einfachste Trendlinien. Mehr ist es im Grunde nicht. Was für mich schon immer ausschlaggebend für das Trading war, ist die Einschätzung dessen, was in den anderen Marktteilnehmern vorgeht, warum sie im Moment so handeln, wie sie handeln um daraus dann meinerseits die richtigen Handelsentscheidungen zu treffen. Daher bin ich auch seit jeher ein Freund der Elliot-Wellen, da sie sich wie kaum ein anderes Analyseverfahren mit der Psychologie der Marktteilnehmer befassen. Und ich folge bei meinen Handelsentscheidungen einem einfachen Prinzip: versuche niemals schlauer zu sein als der Markt, sondern versetze dich in die anderen Marktteilnehmer hinein und partizipiere an ihren Reaktionen.

„Versuche niemals schlauer zu sein als der Markt, sondern versetze dich in die anderen Marktteilnehmer hinein und partizipiere an ihren Reaktionen.“


Redaktion: Viele private Trader handeln in der Masse den DAX und das Gold. Warum hast Du dich auf die Major-Währungspaare und den Forex-Markt spezialisiert?

Eric W.: Ich muss zugeben, dass ich auch nicht ohne den DAX auskomme. Der ist nun mal der deutschen Trader liebstes Kind und dem kann ich mich genauso schwer entziehen wie jeder andere auch. Um Gold mache ich seit jeher einen großen Bogen, da ich Gold zusammen mit Öl für die am meisten manipulierten Märkte halte. In solchen Märkten kann man auf Dauer nicht gewinnen –  das ist, als würde der Schwanz versuchen, mit dem Hund zu wedeln und hat so auch noch nie funktioniert. Die Major-Währungspaare haben den Vorzug, dass sie wirklich enorm liquide sind, was eine heimliche Manipulation von vornherein schwierig macht und sie deshalb am ehesten den allgemeinen Gesetzmäßigkeiten des Marktes aus Angebot und Nachfrage folgen. Betonung liegt hier auf der „heimlichen“ Manipulation, denn natürlich stellt die Zinspolitik der Notenbanken eine Manipulation der Währungspaare dar. Sie ist aber allgemein bekannt und erfolgt nicht im „stillen Kämmerlein“, daher lässt sich diese Form der Manipulation auch gut in das Trading mit einbeziehen.

„Ich muss zugeben, dass ich auch nicht ohne den DAX auskomme. Der ist nun mal der deutschen Trader liebstes Kind und dem kann ich mich genauso schwer entziehen wie jeder andere auch.“


Redaktion: Wenn der Trade läuft, wie und wann steigst Du aus – hast Du feste Regelwerke bezüglich Risiko- und Money-Management oder handelst Du rein diskretionär? Wie sicherst Du dich gegen größere Verluste ab?

Eric W.: Ja allerdings, da folge ich ganz strikten Regeln. Das Risk- und Money-Management ist integraler Bestandteil der Strategie und macht einen großen Teil des Erfolges aus. Die richtige Tradeentscheidung ist das eine, die Gewinne auch nach Hause zu bringen, das andere. Ein wesentlicher Bestandteil der Strategie ist die Dreiteilung von Positionen. Wenn ich einen Trade eröffne, dann steige ich in der Regel mit drei Positionen auf einmal ein. Deren initialer Stopp ist dann zu Beginn noch relativ weit entfernt. Wenn dieser Trade dann von Anfang an ins Minus läuft, dann muss ich diesen Verlust akzeptieren und schlucken – dann war die Tradeentscheidung einfach falsch. Das passiert zum Glück nicht allzu häufig, wie man an der Trefferquote von über 75 Prozent erkennen kann. Wenn der Trade jedoch in die richtige Richtung geht, dann lasse ich mir die Gewinne nicht mehr nehmen. Den ersten Take Profit realisiere ich direkt nach der ersten Anfangsdynamik der Bewegung, Position zwei und drei werden dann direkt auf Einstand abgesichert – damit habe ich meine Gewinne aus der ersten Position sicher. Läuft der Trade dann weiter, realisiere ich je nach Dynamik der Bewegung meinen zweiten und dritten Take Profit und maximiere meine Gewinne. Läuft der Trade nach dem ersten Take Profit gegen mich, habe ich dennoch nichts verloren. Im Gegenteil, ich habe den Gewinn gemacht, den ich mir von dem Trade erhofft habe. Den kompletten Umfang des Risiko-Managements hier zu beschreiben, würde den Rahmen sprengen, aber diese Dreiteilung der Positionen ist ein ganz wesentlicher, wenn nicht sogar der wesentlichste Teil davon.

„Läuft der Trade nach dem ersten Take Profit gegen mich, habe ich dennoch nichts verloren. Im Gegenteil, ich habe den Gewinn gemacht, den ich mir von dem Trade erhofft habe.“


Redaktion: Glückwunsch zur aktuell erreichten Performance! 150 Prozent Rendite in nur sechs Handelsmonaten scheint jedoch zu schön, um langfristig wahr zu sein. Hattest Du eine derartige Entwicklung erwartet und wie sieht deiner Meinung nach die zweite Jahreshälfte aus?

Eric W.: Dankeschön. Eine solche Performance zu „erwarten“ wäre absolut größenwahnsinnig und würde mich eindeutig als Zocker entlarven, der ich aber nicht bin. Ich „erwarte“, beziehungsweise plane, tatsächlich mit einer viel geringeren Performance, nämlich mit 0,5 Prozent Equityzuwachs je Handelstag als oberen Zielwert, was im Idealfall einer monatlichen Wertsteigerung von 10 Prozent entspricht. Die Positionsgröße meiner Trades ist jeweils so ausgelegt und an die Höhe des zur Verfügung stehenden Kapitals angepasst, dass dieser Wert beispielsweise mit 20 realisierten Gewinn-Punkten im DAX je Handelstag zu erreichen ist. Durch die Teilung jedes Trades in drei Positionen wird dieser Zielwert also bereits überschritten, wenn ich im DAX mit einem Trade sieben Punkte realisiere – die drei Positionen summieren sich dann auf 21 Punkte Gesamtgewinn und das Tagesziel ist schnell erreicht. Wenn der Markt allerdings so mitspielt wie in den Monaten Mai und Juni und sich entsprechend viele Trades ergeben, dann sind natürlich wesentlich bessere Ergebnisse drin – wie man sehen kann. Was meine Erwartungen für die zweite Jahreshälfte angeht, plane ich weiter mit dem Zielwert von 0,5 Prozent Equity-Zuwachs je Handelstag. Wieviel der Markt bereit ist, mir davon tatsächlich zu geben, werden wir am Ende des Jahres wissen.

„Ich plane tatsächlich mit einer viel geringeren Performance, nämlich mit 0,5 Prozent Equityzuwachs je Handelstag als oberen Zielwert, was im Idealfall einer monatlichen Wertsteigerung von 10 Prozent entspricht.“


Redaktion: Das Sommerloch steht an – geringe Volatilitäten und wenig nachhaltige Trends begleiten meist die Ferienzeit. Wie reagierst Du darauf, Urlaub oder Trading?

Eric W.: Ich bin mir nicht sicher, ob sich dieser Grundsatz, den wir alle im Hinterkopf haben, dass in den Sommermonaten nichts läuft, dieses Jahr tatsächlich bewahrheitet. Die Monate Mai und Juni haben – besonders was den DAX angeht – schon außergewöhnlich viel Bewegung gebracht und viele Trades ermöglicht, was ich absolut bemerkenswert finde. Ich kann mich zum Beispiel nicht daran erinnern, dass im DAX jemals in einem Juni neue Allzeithochs generiert wurden, von daher kann ich mir im Moment auch nicht so Recht vorstellen, dass die Bewegungsfreundlichkeit des DAX im Juli und August stark nachlässt, zumal ja die ganze Welt die überfällige Korrektur an den Märkten momentan geradezu herbeischreit. Aber genau das ist es, was den Reiz des DAX ausmacht, der erfindet sich in jedem Handelsjahr neu. Ich rechne daher damit, dass ich im Juli und August genug zu tun haben werde.

„Aber genau das ist es, was den Reiz des DAX ausmacht, der erfindet sich in jedem Handelsjahr neu.“


Redaktion: Im PAMM-Account „PipCollectorGermany“ handelst Du auch das Kapital anderer Trader und lässt diese so an deinem Erfolg teilhaben. Würdest Du Investoren jetzt noch zum Einstieg raten?

Eric W.: Ich würde und darf natürlich überhaupt niemandem zum Einstieg raten. Ich gebe keinerlei Investitionsempfehlungen, das würde ich nie machen, denn es muss jeder für sich selbst entscheiden, was er mit seinem Geld macht und wem er sein Geld anvertraut. CFDs sind Hebelprodukte, deren Handel immer ein hohes Risiko darstellt und zum Totalverlust führen kann. Was ich in dem PAMM tue und wie ich handele, entspricht exakt der Strategie, die ich oben beschrieben habe. Die Positionsgröße passe ich laufend an die Höhe des verfügbaren Kapitals an.  Daher spielt der Zeitpunkt des Einstiegs im Grunde keine Rolle. Trades gibt es an nahezu jedem Handelstag und ich gehe immer mehr dazu über, keine Trades über Nacht zu halten, sodass ich praktisch an jedem Handelstag „neu beginne“.



Redaktion: Zum Abschluss: wie bist Du eigentlich zum Trading gekommen und welche Erfahrungen und Ratschläge möchtest Du Einsteigern mit auf den Weg geben?

Eric W.: (lacht) Ach herrje, eine solche Frage habe ich zum Abschluss befürchtet. Nun, ich bin der klassische Quereinsteiger, was das Trading angeht. Ich habe bereits in den frühen 90ern brav meine Aktien gekauft, als ich noch jeden Tag Zeitung lesen musste, um die Kurse zu erfahren. Später haben mich die Möglichkeiten des CFD-Handels für „jedermann“ mit dem Aufkommen des Metatraders natürlich sofort fasziniert und ich habe mich in diese Welt gestürzt und sehr viel Lehrgeld bezahlt, aber nie aufgegeben und mich über die Jahre immer tiefer in die Materie reingearbeitet. Eine ganz klassische Trader-Leidensgeschichte also. Heute bin ich in der glücklichen Situation, behaupten zu dürfen, dass ich dem Markt sowohl methodisch als auch psychisch gewachsen bin, und damit Geld zu verdienen.

„Eine ganz klassische Trader-Leidensgeschichte also.“

Meine Erfahrungen und Ratschläge für Einsteiger würden vermutlich ein ganzes Buch füllen. Es gibt vielleicht zwei Dinge, die ich wirklich jedem Einsteiger ans Herz legen möchte. Erstens: wer selbst erfolgreich handeln will, kommt um das Lernen und das Sammeln von Erfahrungen nicht herum. Die Börse ist kein Spiel sondern ein Hexenkessel. In ihm auf Dauer zu bestehen ist harte Arbeit und zum erfolgreichen Trader wird man nicht über Nacht. Nichtsdestotrotz: wer nie damit anfängt, wird sein Ziel auch nie erreichen. Zweitens: Es gibt so unendlich viele Fehler, die man beim Trading machen kann. Leider lernt man aus diesen Fehlern nur dann, wenn man sie selbst gemacht hat und unter ihnen leiden musste. Das scheint tatsächlich auf jeden zuzutreffen. Ich habe noch keinen Trader kennengelernt, der in der Lage gewesen wäre, aus den Fehlern anderer zu lernen. Daher ist es eminent wichtig, dass man – egal was passiert – niemals mehr riskiert, als man in der Lage ist auch verlieren zu können. Man kann sich relativ sicher sein, dass die ersten zwei bis drei Depots, die man selbst handelt, an die Wand laufen, also irgendwann einfach weg sind. Wer dann kein Geld mehr hat – oder schlimmer noch – vielleicht sogar hochverschuldet ist, für den ist das Abenteuer Börse zu diesem Zeitpunkt schon beendet. Wer dann allerdings nicht schon alles riskiert hat und weitermachen kann, der hat tatsächlich die Chance, dass es ab dem vierten oder fünften Depot auch tatsächlich funktioniert.

„Wer dann allerdings nicht schon alles riskiert hat und weitermachen kann, der hat tatsächlich die Chance, dass es ab dem vierten oder fünften Depot auch tatsächlich funktioniert.“

Redaktion: Vielen Dank für das interessante Interview und allzeit gute Trades! Wir hören Eric im Webinar am kommenden Mitwoch, den 28. Juni 2017, ab 19 Uhr!