Die „Weltwährung“ im Fokus: U.S. Dollar Index

Unter professionellen Tradern findet der U.S. Dollar Index hohe Beachtung. Dieser einzigartige Index zeigt nicht, wie sonst im Devisenhandel üblich, die reine Entwicklung einer Währung, im relativen Vergleich zu einer anderen, sondern stellt die Veränderung des Dollar gegenüber einer Vielzahl anderer Devisen dar. Durch diesen Vergleich mit sechs anderen Landeswährungen soll der „echte“ Wert des US-Dollars aussagekräftig abgebildet werden.

Der U.S. Dollar Index

Nach dem Zusammenbruch des Bretton-Woods-Systems wurde im März 1973 der geometrisch gewichtete U.S. Dollar Index (USDX) eingeführt und auf einen Wert von 100 gesetzt. Der Index stellt einen vergleichenden Korb mit den folgenden Währungen dar: Euro (57,6 Prozent), japanischer Yen (13,6 Prozent), das britische Pfund (11,9 Prozent), der kanadische Dollar (9,1 Prozent), die schwedische Krone (4,2 Prozent) sowie der Schweizer Franken (3,6 Prozent). Ein US-Dollar-Index von 102 bedeutet, dass der US-Dollar zwei Prozent mehr Wert ist als der gleiche Währungskorb im Jahr 1973 (Bezugswert). Der USDX ist seit 1985 an der ICE Futures U.S., früher „New York Board of Trade“ (NYBOT), gelistet. Als nachteilig für die Aussagekraft des U.S. Dollar Index gilt jedoch die veraltete Zusammensetzung der Währungspaare.

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B1) Der US Dollar Index Futures Spot (Kürzel DX) im einem langfristigen Monatschart.

Der Dow Jones FXCM Dollar Index

Eine moderne Variante wurde dagegen vom Broker FXCM im Jahre 2001 ins Leben gerufen. Im Dow Jones FXCM Dollar Index mit dem Kürzel USDOLLAR wird der Wert des US-Dollars im Vergleich mit nur vier anderen, wichtigen Währungen dargestellt. Dabei sind die Anteile von australischem Dollar (AUD), japanischem Yen (JPY), britischem Pfund (GBP) und Euro mit jeweils 25 Prozent gleichwertig.

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B2) Der Dow Jones FXCM Dollar Index in einem langfristigen Wochenchart.

Grundwissen: US-Dollar

Der US-Dollar (United States Dollar; Abkürzung: USD; Symbol: $) ist die offizielle Währungseinheit der Vereinigten Staaten und amtliches Zahlungsmittel in einigen anderen Ländern (Bonaire, die Britischen Jungferninseln, Ecuador, El Salvador, Liberia, die Marshallinseln, Mikronesien, Osttimor, Palau, Panama, Saba, Simbabwe, Sint Eustatius und die Turks- und Caicosinseln). Aufgrund der grünen Farbgestaltung der Banknoten wird der Dollar umgangssprachlich auch als „Greenback“ bezeichnet. Der Druck der Banknoten erfolgt durch das Bureau of Engraving and Printing. Die Münzprägung obliegt der United States Mint. Der US-Dollar ist unbegrenzt in andere Währungen umtauschbar „konvertibel“.

Das Major-Währungspaar EUR/USD

Den Wert des Euro, gemessen in US-Dollar, spiegelt der Kurs des Währungspaares EUR/USD wieder. Fällt der Kurs, steigt der Wert des Dollars, steigt der Kurs, fällt der Wert des Dollars gegenüber dem Euro.

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B3) Der EUR/USD (Spot) im langfristigen Wochenchart.

Fazit: Der US-Dollar im Aufwind

Noch immer gilt der US-Dollar als weltweite Leitwährung und beide Basket-Indizes zeigen die Aufwertung der letzten Monate fulminant im Chartbild. Mit Hilfe dieser Vergleichsmöglichkeiten lassen sich technische Widerstände und Unterstützungen ermitteln und im Trading nutzen.