Die richtige Brokerwahl: Das Märchen vom bösen Market-Maker

Immer wieder erreichen uns Zuschriften und Nachfragen zum Thema Brokerwahl und wir wollen die wichtigsten Punkte bei der Wahl des richtigen Handelspartners kurz zusammenfassen. Dabei kommt es nicht auf die Art des Brokers an, sondern einzig und allein auf die Ausführungsqualität ihrer Order und die echten Handelskonditionen. Lassen Sie sich dabei nicht von Fachbegriffen blenden, denn egal ob Market-Maker, ECN-, STP- oder DMA-Modell, es kommt rein auf ihren persönlichen Bedarf und den Kontostand in Euro am Ende eines Handelsjahres an.



Die Bedürfnisse des Traders müssen im Vordergrund stehen

Aktivere Trader in niedrigen Zeiteinheiten, wie zum Beispiel dem 5-Minuten-Chart, benötigen eine direkte Interbankenanbindung ohne Re-Quotes bei besten Ausführungskursen, niedrigsten Spreads und höchster Liquidität. Swing- und Positionstrader hingegen handeln aus Stunden- und Tagescharts heraus und fürchten mögliche Slippage bei News-Events (Differenz zwischen gewünschtem und tatsächlichem Ausführungskurs) sowie Kosten für das mittel- und langfristige Halten einer Position, sogenannte Finanzierungs- und Swap-Kosten. Jede dieser Händlergruppen benötigt also spezialisierte Broker und besondere Kontomodelle.

Aus der Praxis: Handel in Goldpreis und FOREX

Wir selbst handeln regelmäßig den Goldpreis und werden unter Umständen in der Nacht ausgestoppt oder erreichen einen Take-Profit. Dabei hat sich beim Vergleich verschiedener Broker- und Kontomodelle herausgestellt, dass Market-Maker zu diesen Zeiten deutliche bessere Ausführungskurse generieren können als der direkte Handel in einem zum Teil illiquiden Basiswert. Im Währungshandel konnten wir das gleiche Prinzip beobachten. Ein guter Market-Maker stellt einen Markt zur Verfügung, macht also das Handeln möglich und agiert damit nicht unbedingt gegen die Interessen des Kunden.

Es gibt nur zwei echte Arten von Brokern

Nach über 15 Jahren Handelserfahrung unterschieden wir nur noch zwei Arten von Brokern: Sorte A mit Interesse an „Money-In“ wirbt mit bunten Plattformen, Boni und „Börsengurus“ und hat nur ihre erste und zweite Einzahlung im Sinn. Sorte B hat Interesse an möglichst hohem Handelsvolumen und wir danach vergütet. Wichtig ist, dass der Trader „am Leben bleibt“ und weiterhandelt, vielleicht sogar mit ansteigender Equitykurve größere Positionen eingeht. Beide Sorten sind keine sozialen Einrichtungen und beide müssen und sollen Geld mit einer unabdingbaren Dienstleistung verdienen. Für einen langfristigen und nachhaltigen Handelserfolg an der Börse sollten Sie jedoch unbedingt einen Broker der Sorte B finden – nur darauf kommt es an.

Glauben Sie immer was drauf steht?

Viele Broker kennzeichnen sich selbst mit abenteuerlichen Bezeichnungen wie STP- oder DMA-Modell und geben ihre Orders damit an einen angeblichen Markt weiter. In Wahrheit wird das sogenannte Market-Making dann meist nur „außer Haus“ gegeben und von einem sogenannten Liquiditätsprovider oder Drittanbietern durchgeführt. Das jüngste Beispiel dieser Märchengeschichten hat uns der US-Broker FXCM geliefert.

Ein spezialisiertes Hybrid-Modell mit Zukunft

Ein guter Broker sollte also verschiedene Möglichkeiten des Handelns anbieten und die Konditionen klar nach außen hin darstellen. Beispielhaft bietet beispielsweise unser Partnerbroker Fibo Group Holding einen „Fixed-Account“ mit garantierten Ausführungen ohne Slippage, bei dafür etwas höheren Spreads, und einen „No-Dealing-Desk-Account“ (NDD) mit engsten Spreads und echten, direkten Marktausführungen an. Die Swap-Kosten sind bei beiden Kontomodellen gleich fair. Für ungeübte Trader steht zudem ein Cent-Modell zur Verfügung: aus 10$ werden 1.000USC mit denen der professionelle Handel unter echten Marktbedingungen geprobt werden kann. Ein weiterer Vorteil: Einzahlungen aus Deutschland gehen direkt per Inlandsüberweisung an die Wirebank AG in Aschheim und werden dort segregiert geführt.