Der DAX-Future (FDAX) – Grundlagen

Der DAX-Future wurde im Jahre 1990 eingeführt und ist ein, an der Terminbörse Eurex gehandelter, Terminkontrakt auf den Basiswert DAX 30 (Deutscher Aktienindex). Die Marktteilnehmer verpflichten sich dabei, ein diesem Index nachgebildetes Portfolio an einem bestimmten Termin zu liefern oder abzunehmen. Man spricht von einer Terminwette auf den DAX.

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Zwei Handelstage im DAX-Future an der Terminbörse EUREX (5-Minuten-Chart mit Marktprofil und Volumen).

Kursbildung DAX-Future (FDAX)

Die Kursbildung im DAX-Future wird durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Durch eine effiziente Arbitrage zum Kassamarkt erfolgt die Preisbildung aber in Anlehnung an den DAX-Index.

Kontraktspezifikationen DAX-Future (FDAX)

Das Kürzel (Tickersymbol) des DAX-Futures lautet „FDAX“. Dieser Terminkontrakt basiert auf der Entwicklung des DAX 30 und kann zwischen 8.00 Uhr und 22.00 Uhr MEZ gehandelt werden. Der Wert eines Kontraktes errechnet sich aus dem aktuellen Punktestand x 25,00 Euro. Steht der FDAX also aktuell bei 9.500 Punkten erreicht ein Terminkontrakt einen Wert von 237.500,00 Euro (9.500 XXP x 25,00 Euro). Die Tickgröße, also die kleinstmögliche Veränderung des Kurses beträgt einen halben Punkt (0,5 XXP) und hat einen Wert von 12,50 Euro. Es sind Laufzeiten von 3, 6 und 9 Monaten verfügbar und die Kontrakte verfallen jeweils in den Monaten März, Juni, September und Dezember zum dreifachen Verfallstag („Hexensabbat“).

Kontraktkennzeichnung DAX-Future (FDAX)

Die einzelnen Kontrakte werden mit dem Kürzel „FDAX“, dem Verfallsmonat mit einem Buchstabencode und dem Verfallsjahr bezeichnet. So hat der aktuelle Frontkontrakt die Bezeichnung „FDAXZ14“ seine Fälligkeit am 19.12.2014.

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Futures Buchstabenkürzel

Ausgleich („Settlement“) DAX-Future (FDAX)

Zum Verfall wird der Abrechnungspreis des Futures letztmalig berechnet und es kommt zum Ausgleich mit dem Kassa-Index. Dieser erfolgt nur durch einen Barausgleich („cash-settlement“) und nie durch die physische Lieferung der zugrundeliegenden Aktien.

Risiken im Handel mit dem DAX-Future (FDAX)

Das Risiko für den Käufer eines DAX-Futures ist beschränkt im aktuellen Wert des Kontrakts. Steht der Kurs zum Beispiel bei 9.500 Punkten beträgt das maximale Verlustrisiko eines Futures 237.500,00 Euro – in diesem Fall wäre der Kurs auf null gefallen (FDAX 9.500 XXP x 25,00 Euro = 237.500,00 Euro). Das Risiko für den Verkäufer eines Kontraktes ist dagegen unbeschränkt, das der Kurs theoretisch unbegrenzt steigen kann.

Marginhandel im DAX-Future (FDAX)

Der Handel im DAX-Future erfolgt prinzipiell nach dem Marginprinzip. Das heißt, der Marktteilnehmer muss nur eine Sicherheitsleistung und nicht etwa das gesamte Handelsvolumen hinterlegen. Dadurch entsteht ein Hebeleffekt. Die Marginanforderungen variieren je nach Broker und betragen initial für Eurex-Händler 11.570,00 Euro je Kontrakt.

Aktuelle Terminkurve im DAX-Future (FDAX)

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Der FDAX notiert derzeit in „Contango“ während noch im Mai dieses Jahres eine „Backwardation“ zu beobachten war.