DAX & Co: Das war kein leichtes Börsenjahr – 2016 birgt Hoffnung

Vergleicht man den deutschen Leitindex DAX in seiner Jahresperformance mit den großen Brüdern aus den USA so verhelfen leichte Kursgewinne und Dividendenzahlungen zu einem relativ starken Zuwachs von rund zehn Prozent. Für trendfolgende Trader war das Jahr jedoch äußerst schwierig und kaum gewinnbringend – der Rückblick auf 2015 und ein Ausblick auf das neue Handelsjahr 2016.

Im Rückblick: das war das Handelsjahr 2015 im DAX

Noch im Frühjahr schien das Börsenjahr 2015 rekordverdächtig: der deutsche Leitindex DAX erklomm ein neues Allzeithoch bei 12.390,75 Punkten bei einer temporären Jahresperformance von knapp 32 Prozent. Nach einem Black-Monday aufgrund taumelnder Aktienmärkte in Fernost und weiterer fundamentaler Krisen im sonst so ruhigen Sommermonat August gibt der marktbreite US-amerikanische Index S&P 500 in nur vier Handelstagen rund elf Prozent ab und auch der DAX verliert schnell an Boden – die Gewinne werden pulverisiert und ein neues Jahrestief bei 9.325,05 Punkten erreicht. Eine Stabilisierung in den saisonal starken Monaten Oktober und November führte den Markt zurück zur wichtigen 200-Tage-Linie, wo der Kurs sodann aufgrund der ausbleibenden Jahresendrally verblieb.

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B1) Der deutsche Leitindex DAX im Tageschart für den Jahresverlauf 2015.

Schock für viele Anleger: Franken-Debakel der SNB und VW-Skandal

Für Devisenhändler kam das Highlight des Jahres jedoch schon am 15. Januar. Unerwartet hebt die Schweizerische Nationalbank (SNB) den Mindestkurs für den Franken, und damit die Bindung an den Euro, auf und senkt zudem den Leitzins. Einhergehend mit einem temporären Einbruch im Aktienmarkt (die Futures auf den Leitindex SMI verlieren Intraday über zehn Prozent) brechen der Kurs und die Liquidität im Währungsmarkt gänzlich in sich zusammen. Einige CFD- und Forex-Broker zeigen dabei ihr wahres Gesicht und realisieren selbst und für ihre Kunden zum Teil enorme Verluste – achten Sie im neuen Handelsjahr daher besonders auf die Qualität ihres Brokers. Der deutsche Aktienmarkt wird zudem vom VW-Skandal erschüttert. Mit Kursen über 92€ winkt jedoch im neuen Jahr der Schluss der Kurslücke und eine anhaltende Erholung bis zum Durchschnittskurs bei 164€.

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B2) Die VW-Vorzugsaktie im langfristigen Chartbild (Wochenchart).

Bärenmarkt Rohstoffe

Der gesamte Sektor der Rohstoffe fiel auch im Jahr 2015 weiter dynamisch zurück. Sowohl Agrarrohstoffe als auch Edelmetalle und das Rohöl verlieren an Boden und können sich auch zum Jahresende hin nicht stabilisieren.

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B3) CRB Rohstoffindex, Goldpreis und Rohöl im Jahresverlauf 2015.

Trendfolgende Trader mit Problemen

Trotz leichter Kursgewinne im DAX fehlte für trendfolgende Trader in nahezu allen großen Basiswerten das Lebenselixier der Volatilität. Monatelange Seitwärtsphasen standen wenigen, kurzen dynamischen Phasen gegenüber. Die Masse der Trader stand damit vor einem großen Problem. Nahezu alle großen Investmentstrategen von J.P. Morgan und Co. lagen in ihren Jahresprognosen falsch und auch die selbsternannten Trading-Gurus um Birger Schäfermeier konnten alles andere als glänzen.

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B4) Wertentwicklung des Fonds GodmodeTrader.de Strategie I. Quelle: http://www.godmode-trader.de/fonds/godmodetraderde-strategie-i,4907839

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B5) Wichtige Basiswerte im Seitwärtsmodus: EUR/USD und Dow Jones.

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B6) Echtgeld-Performance unserer Signaldienste in Prozent – trendfolgende Systeme in Wartestellung. Quelle: http://research.trading-stars.de/performance/

Der Ausblick für das neue Handelsjahr 2016 birgt Hoffnung

Die sanfte Zinswende der US-Notenbank Federal Reserve wird von den Märkten mit Argusaugen verfolgt und wir dürfen gespannt sein, ob dies Änderungen im Kapitalfluss bringen wird. Rohstoffe werden mit steigenden Zinsen wieder interessanter und auch Anleihen könnten weiter profitieren. Dies sollte jedoch keine allzu große Konkurrenz für den Aktienmarkt sein denn Kapital sucht nach Rendite und diese wird hier mit echten Unternehmenswerten und regelmäßigen Dividenden mit hoher Sicherheit geboten. Während sich die Anaylsten Gräfe (baldiger Einbruch im DAX) und Tiedje (direkte Rally im Dow Jones) wie so oft wiedersprechen, blicken wir positiv auf das neue Jahr. Mit einer Rückkehr von Dynamik und Volatilität dürfen wir mit erhöhten Chancen für Systemtrader rechnen. Zudem diversifizieren wir unsere Echtgeld-Strategien weiter und schaffen neben trendfolgenden Ansätzen Mean-Reversion und Multi-Time-Frame-Systeme.

WEBINAR: Der große Jahresausblick: DAX, Gold, EUR/USD und Co.

Zu Beginn des neuen Jahres halten wir wieder einen großen Jahresrück- und ausblick für die wichtigsten Märkte und Ihre Wünsche ab. Aus Sicht der kombinierten Charttechnik ermitteln wir wichtige Handelsmarken und schätzen die Chancen für das neue Handelsjahr 2016 gemeinsam ein.

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